Schleifpulver und Polierpulver
 

 

   

Schleifpulver

 
   

Hauptsächlich wird hier Siliciumcarbid (SIC) verwendet. Siliciumcarbid (auch Siliziumkarbid oder SIKA) ist eine äußerst harte Kohlenstoffverbindung, die preislich günstig ist und für technische Anwendungen in großen Mengen hergestellt wird.

Marktüblich ist sowohl „schwarzes“ als auch „grünes“ Siliciumcarbid. Der Unterschied: Schwarzes Siliciumcarbid enthält um ca. 2 % mehr Kohlenstoff als grünes. Grünes Siliciumcarbid ist reiner und daher auch etwas teurer. Beim Trommelschleifen macht es kaum einen Unterschied, welches Pulver verwendet wird. Schwarzes Pulver ist etwas "härter", grünes etwas "zäher".
Siliciumcarbid
Siliciumcarbid
Der Preisaufschlag für das „SIC grün“ rechtfertigt sich meines Erachtens höchstens für das Finish (zB 1200 SIC grün). Nach 2 h Laufzeit beträgt der Abrieb in jedem Fall mehr als 2 %! In dieser Phase kann nochmals besonders sauber und präzise gearbeitet werden.
   

Vielfach kommen auch Schleifkörper aus gebundenen Materialen (z.B. Keramik, Silizium) etc. zum Einsatz. Diese finden hauptsächlich in der industriellen Produktion Anwendung und eignen sich z.B. für das Entgraten und Oberflächenbehandeln von Werkstücken. Für die Trommelsteinproduktion erscheinen Sie vergleichsweise zu teuer.

Keramischleifkoerper
handelsübliche Keramikschleifkörper
Vor allem wenn man bedenkt, dass die Schleifkörper wertvollen Platz in der Maschine verbrauchen und dann doch nur „verschwinden“, dann rechnet sich der Einsatz kaum.

Polierpulver

 
   

Für das Polieren wird zumeist Aluminium-Oxid verwendet.
Das Polieren ist natürlich einer der wichtigsten Schritte, und es gibt sehr viele Ansätze, um ein optimales Resultat zu erzielen. Neben dem nassen Polieren gibt es auch das trockene Polieren. Dies klappt bei einigen (heiklen/weichen) Steinen unter Umständen besser als mit der Zugabe von Wasser. Dieses Verfahren ist aber auch nicht das „Gelbe vom Ei“.

   

Neben Schleifpulver wird häufig die Zugabe von allerlei Dämm- und Gleitmitteln empfohlen. In der kommerziellen Herstellung spielen diese Stoffe nur eine untergeordnete Rolle, und sie sind vermutlich nur für äußerst wenige (weiche) Steinsorten wirklich notwendig.

Granulat
Organische Materialien wie Nussschalen kommen ebenfalls teilweise zum Einsatz.
Auch das Handling dieser Naturfasern, Nussschalen, Filz-, Kunststoff- oder Gummiteilchen sowie anderer Füllstoffe ist in der Praxis alles andere als unkompliziert.